Sind Antioxidantien sinnvoll: ja oder nein?

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Grundsätzlich empfehlen wir unseren Klienten, keine Antioxidantien zu supplementieren ­- vor allem nicht in hohen Mengen.
Der Grund: Der Körper hat ebenfalls ein körpereigenes Antioxidatives System. Werden zu viele Antioxidantien zugeführt, wird die Funktion des Systems gestört bzw. verhindert:
Wenn wir intensiv trainieren – z. B. Krafttraining oder Intervalle, werden vermehrt freie Radikale produziert, das Antioxidative System „trainiert“ und das Enzym m-Tor 1 (Signalenzym für Muskelwachstum und Kraftzuwachs) nach dem Krafttraining hochgefahren. Wer im Zuge dessen Antioxidantien nimmt, die in der heutigen Zeit ja auch sehr grosszügig dosiert sind, „kastrieren“ wir die Anpassungen, die durch unser intensives Training ausgelöst werden, deutlich.

Aber: Wird jedoch ein langes Grundlagentraining mit tiefer Intensität ausgeführt, macht es durchaus Sinn, Antioxidantien wie z. B. Querzetin, Resveratrol, Kurkuma, Vitamine C und E einzunehmen. Da wir mit dieser Form des Trainings vor allem die Mitochondrien ansprechen wollen, profitieren wir von diesen Antioxidantien. Hierbei ergeben sich deutlich mehr Anpassungen, wenn der oxidative Stress und die dadurch entstehenden freien Radikalen reduziert werden.

Fazit: Es ist in gewissen Trainingsphasen sinnvoll, Antioxidantien zu konsumieren, ansonsten gilt es, diese zu streichen. Wir können allenfalls gewisse Probleme mit Antioxidantien lösen, aber sicher nie die Ursache. Diese beheben wir mit einer Beratung bei erpse. Grüsse, euer Gregory