Polarisiertes Training: Was ist das?!

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Warum Intervalltrainings nicht nur für Ausdauerathleten nützlich sind
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Der aktuelle Weltrekord und somit auch die diesjährige Siegerzeit des Berlin-Marathons liegt bei unglaublichen 2.01.39 h. Aber wie trainieren Spitzenathleten überhaupt auf ein Rennen über 42 Kilometer? Durch das sogenannte „Schwellen-Modell“ polarisieren und steuern die Läufer Ihr Training. Das Ziel ist stets, Reize zu setzen und dadurch die nötigen Anpassungen im System zu generieren.

Die Sportwissenschaft teilt Trainingsintensitäten dazu in verschiedene Bereiche/Zonen auf. Rund 80 Prozent der Einheiten absolvieren die Spitzenläufer bei niedrigen Intensitäten im regenerativen und Grundlagenausdauer 1 Bereich, also unterhalb der aeroben Schwelle. Dazu eignen sich eher umfangreiche Dauerläufe bei einem tiefen Puls. Die restlichen 20 Prozent der Trainingseinheiten fallen in den hochintensiven Spitzenbereich, also oberhalb der anaeroben Schwelle. Für diese Einheiten hat sich die Intervall-Methode etabliert. In der dazwischen liegenden Zone finden keine Einheiten statt. Für die Trainingsteuerung über die Herzfrequenz eignen sich Pulsuhren hervorragend.

In der Praxis trainieren Hobbyathleten aber komplett anders. Viele absolvieren ihre Läufe mehrheitlich bei mittleren Intensitäten im Bereich der Grundlagenausdauer 2. Die für den Wettkampf so wichtigen Reize aus der hochintensiven Zone bleiben aus. Dadurch sind die Athleten physiologisch oftmals überbelastet, was auch zu Problemen im Magen-Darm-Trakt führen kann. Durch die mangelnde Zufuhr an Nährstoffen, insbesondere Kohlenhydrate zum Training, ergeben sich weitere Probleme wie Ermüdungsbrüche oder immer schlechter werdende muskuläre Regeneration mit Krämpfen usw.

Das polarisierte Trainingsmodell der Topathleten ist mit professioneller Beratung vom Spitzen- auf den Fitness- und Gesundheitssport übertragbar und hilft Dir so bei der Leistungssteigerung. Interessiert? Dann frage dazu Deinen erpse-Berater.

Sportliche Grüsse
Raphael