„Aber ich esse doch schon so viel!“

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In den Beratungen mit Kunden, welche sich vegan oder auch vegetarisch ernähren, stosse ich immer wieder auf verblüffte Augen, wenn ich Ihnen sage, sie seien «unterernährt». Oft heisst es dann: „Aber ich esse doch schon mehr als meine Mitmenschen.“ Dies mag auch durchaus so sein. Allerdings wird zum einen oft unterschätzt, wie viel Energie der eigene Körper im stressigen Alltag inklusive Sport tatsächlich benötigt. Zum anderen wird die Kaloriendichte der pflanzlichen Lebensmittel gerne überschätzt. Sie bringen zwar eine hohe Mikronährstoffdichte mit – mögliche Vorteile davon wurden bereits im Blogthema «Antioxidantien» von Gregory Grünig diskutiert. Das verhältnismässig grosse Volumen und die geringe Energiedichte sorgen jedoch dafür, dass das Sättigungsgefühl schneller eintritt, obwohl der Körper noch nicht bedarfsgerecht mit Energie versorgt ist.

Unterschiedliche Diätformen machen genau von dieser schnell eintretenden Sättigung gebrauch. Bei einer ausgewogenen vegetarischen oder veganen Ernährung besteht durch eine dauerhafte und unbewusste negative Energiezufuhr jedoch die Gefahr, dass wertvolle körpereigene Proteine abgebaut werden. Mögliche Folgen wie z.B. verändertes Hautbild, schlechtere Schlafqualität, Probleme mit der Verdauung, vermehrte Wassereinlagerungen, innere Unruhe und damit verbundener Dünnhäutigkeit können sogar dazu führen, dass wieder auf eine Mischkost gewechselt wird.

Durch die Berücksichtigung von unterschiedlichen Einflussfaktoren im Alltag in Kombination mit unserer Grundumsatzmessung sehen wir bei erpse den tatsächlichen individuellen Bedarf des Körpers eines Menschen und können somit eine bedarfsgerechte Energiezufuhr mit pflanzlichen Lebensmitteln ableiten.

Viele Grüsse, Mister VEG 😉

Ben