Eine wertvolle Liste für mehr Lebensqualität

Immer mehr Menschen gehen mit starken, wiederkehrenden Bauchschmerzen zum Arzt. Die Diagnose lautet oft: Reizdarm. Die anschliessende Suche nach den Ursachen lässt sich vermeiden. Bei der Klärung hilft die sogenannte FODMAP-Liste (Fermentable Oligo-, Di- and Monosaccharides And Polyols). Dabei dreht sich alles um Kohlenhydrate, welche der Darm aufgrund von fehlenden Enzymen im Dünndarm nicht mehr vollständig abbauen kann oder deren Aufnahme durch den Darm verschlechtert ist und dadurch in den Dickdarm gelangen. Dort werden diese mittels Bildung von Gasen vergoren, was z.T. zu heftigen Schmerzen führt.

Die FODMAP-Liste beinhaltet Lebensmittel, welche besonders reich an Inhaltsstoffen wie Polyole, Fruktane, Galactane, Fructose und Lactose sind. Im ersten Schritt sollten alle Lebensmittel, welche besonders FODMAP-reich sind, vermieden werden. Das senkt den Schmerzlevel und der Darm kommt etwas zur Ruhe. Nach einer gewissen Weile werden die in der Phase 1 komplett vermiedenen Lebensmittel langsam wieder zugeführt, um zu überprüfen, ob sich der Darm wieder erholt hat. Die vorliegende Liste für die erste von drei Phasen hilft demzufolge beim Einstieg in die FODMAP-arme Ernährung. Da das FODMAP-Konzept durchaus komplex ist, rate ich dazu, sich dabei von einer erfahrenen und anerkannten Ernährungsfachkraft begleiten zu lassen. Vor allem auch, weil die Empfehlungen langfristig individuell angepasst werden müssen. Die Liste, die es auch als App gibt, kann viele Menschen dabei unterstützen, die Lebensqualität zurückzugewinnen oder diese zu steigern. Auch für Hochleistungssportler ist die aktuelle Liste sehr interessant. In Zeiten höchster physiologischer Belastung werden, das zeigt unsere Erfahrung, FODMAP-reiche Lebensmittel schlechter vertragen. Aus diesem Grund werden diese Lebensmittel beispielsweise bei Rundfahrten im Radsport am besten komplett vermieden. Dies führt nicht nur zu deutlich weniger Darmproblemen, es erhöht die Leistungsfähigkeit. Darum ist diese Liste auch für den Sportler ein geeignetes Werkzeug, damit im entscheidenden Moment der Darm nicht versagt.

Bei aller Euphorie hat auch diese wertvolle Liste ihre Grenzen, denn sie ist im eigentlichen Sinne nur eine Symptombekämpfung. In der Ernährungsdiagnostik gehen wir daher noch einen Schritt weiter und analysieren, warum (plötzlich) gewisse Lebensmittel schlechter vertragen werden.

Unter folgendem Link stellen wir eine Tabelle zur Verfügung, die Lebensmittel mit hohem (rot) und niedrigem (grün) Fodmap-Gehalt zeigt (Quelle: www.fodmap.ch und Monash app 7/17). Die Auflistungen sind als Orientierungshilfe gedacht und sollten mit einem Ernährungsberater besprochen werden. Zur FODMAP-Tabelle